Stadtmauererhaus - Konditorei Grellinger

Stadtmaurerhaus – Konditorei Grellinger
Franz Josef-Platz 6


Foto: Gerhard Meingast

Das Haus wurde vor 1555 in der damals sog. Vorstadt „Seestadtl“ erbaut. Jahrhunderte hindurch war es das Haus des Stadtmauerermeisters. Seit ca. 1878 befindet sich darin Gmundens älteste und berühmteste Konditorei mit illustrem Gästebuch, die Konditorei Grellinger.

Gmundens älteste Konditorei wurde von Ferdinand Zehden im bereits 1550 urkundlich erwähnten „Stadtmaurerhaus im See-Stadtl" gegründet, aber schon zehn Jahre später von dem aus der Schweiz stammenden Jean Grellinger erworben. Ihm gelang es, befähigt durch hervorragendes fachliches Können und Praxis in führenden internationalen Häusern und tatkräftigst unterstützt von seiner von der Wiener K. u. K. Hofzuckerbäckerei Gerstner kommenden Gattin Hermine, das Unternehmen zu einem der führenden Gmundner Gastbetrieb aufzubauen.

Das wiederholt in in- und ausländischen Publikationen zitierte Grellinger-Gästebuch ist für Gmunden zu einer Art kulturhistorischen Dokumentation geworden. In diesem sind die Besuche diverser berühmter Gäste - oft auch mit eigenen Widmungen versehen - verzeichnet.

Jean Grellinger folgte dessen Sohn Johann Grellinger nach. Er führte die alte Familientradition weiter.

Dessen Sohn Hans Georg Grellinger übernahm mit seiner Frau Arntraute 1973 das Haus. Nach dessen frühen Tod führte Arntraute Grellinger das Geschäft solange weiter, bis sie den passenden Nachfolger gefunden hat.

Am 1. Mai 1986 überschreibt Frau Arntraute ihr Café an Wolfgang und Hildegard Brenner. Der junge Meister, der von seiner ersten Konditorei im nahen Vorchdorf nach Gmunden kommt, hat bereits als erster Patissier im Wiener Imperial reüssiert. Ab 1. August 2019 folgte Sebastian Brenner den Eltern nach.


Foto aus dem Jahr 1898
Quelle: Kammerhofmuseum Gmunden

 
Prominente Gäste sind mit ihren Fotos sowie mit ihren Bonmots, Grüßen
und Unterschriften im Lokal in Form von zwei Wandtafeln präsent.

siehe auch Grellinger - Traditionskonditorei

Verfasser: Holger Höllwerth