Herbergshaus Kirchengasse 11

   
Das Gebäude weist reiche Tür- und Fenstergesimse auf.
Fotos: Franz Six und Gerhard Meingast



Details, die leicht übersehen werden:

  

Das Haus wurde im 15. Jahrhundert erbaut und gilt als besonders schönes Beispiel eines Salzkammergutpatrizierhauses. Es scheint im Jahre 1540 erstmals in einer Urkunde als Eigentum des Salzfertigers Koloman Wiesinger auf. Es diente früher als Herbergshaus und Gästehaus. Von 1716-1785 war es die Herberge der Fleischhauer, Drechsler, Zimmerleute, Maurer und Steinmetze. Seit 1750 befand sich in diesem Gebäude das Gasthaus zum goldenen Löwen. Im Jahre 1926 wurde das Haus umgebaut und die Außenfassade verschönert. Seit damals weist das Gebäude reiche Tür- und Fenstergesimse auf.
Im Haus arbeitete früher auch der Schneider In(n)ocente. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die Rechtsanwälte Dr. Karl Beistorfer und Dr. Leo Ghon eine Zeit lang darin ihre Kanzleien. In den 1950er Jahren führte das Gasthaus mit dem neu eingerichteten Löwenkeller Herr Schlosser. Im selben Haus war links auch in den 50er/60er Jahren der Elektrobetrieb von Franz Preinerstorfer. Heute darin u. a. bfi-Bezirksbildungszentrum und ein Friseurgeschäft.

 
Der alte Vereins- und der Speisesaal des „Löwen“
Fotos: Sammlung Alfred Doloscheski


Der Gasthof Löwe vor dem Umbau im Jahre 1926
Foto: Kammerhofmuseum Gmunden

Verfasser: Holger Höllwerth